Wir lieben Lidl – Über Potamos Bay und Gouvia nach Agios Stefanos

13. August 2025

Wir brechen auf zu einer kleinen Besorgungstour, bevor am Donnerstag Moritz an Bord kommt. Wir müssen einkaufen und Diesel bunkern. Zum Einkaufen legen wir uns ein paar Meilen nordwestlich von Korfu-Stadt in eine Bucht, von der aus man über einen Fluss mit dem Dinghy einen Lidl erreichen kann. Wir lieben Lidl – und so proviantieren wir für knapp 250 €. Leider ist die Bucht ein ziemliches Shithole: Es stinkt nach Kläranlage, das Wasser ist trüb und statt des üblichen Schwells hält uns in dieser Nacht der Lärm von zu nahegelegenen Open-Air-Clubs wach.

Am nächsten Tag ziehen wir weiter in die Bucht von Gouvia. In der nahegelegenen Marina gibt es eine Tankstelle, an der wir unsere Dieselvorräte für die Überfahrt nach Sizilien schon mal auffüllen wollen. Seit wir im Ionischen Meer angekommen sind, haben wir extrem viel Diesel verbraucht. Das liegt zum einen an den unsteten Winden, die uns öfter als sonst zum Motoren zwingen, zum anderen am Bewuchs, der sich am Rumpf der Eleanor festgesetzt hat. Deshalb haben wir in den letzten Tagen immer wieder mit Spachtel und Tauchermaske bewaffnet Unterwasserschiffpflege betrieben.

Nach zwei Tagen haben wir genug von Gouvia. Die ständig ein- und ausfahrenden Motoryachten produzieren so viel Schwell, dass die Eleanor nonstop auf den Wellen tanzt. Das ist uns zu nervig, also verlegen wir uns ein wenig weiter Richtung Norden nach Agios Stefanos.

In dem kleinen Touristenort geht es britisch zu – auffallend viele englischsprachige Gäste sind hier unterwegs. Leider ist es hier auch nicht ganz so ruhig wie erhofft: Es herrscht reger Taxiboot-Verkehr und regelmäßig rollt der Schwell der Fähren und Kreuzfahrtschiffe, die sich durch die Meerenge zwischen Korfu und Albanien zwängen, in die Bucht. Na gut – immerhin haben wir was zu gucken. Und das Nui-Eis kostet im Supermarkt nur 2,49 € – ein echtes Schnäppchen.

Am zweiten Tag kommt der Hafenmeister vorbei und bittet uns, ein wenig weiter außerhalb der Hafenzufahrt zu ankern. Der Wind hatte gedreht, und wir lagen wirklich etwas ungünstig. Zumal die vielen Motorboot-Kapitäne, die sich am Bootsverleih einen Dampfer gemietet haben, immer sehr nahe an unserem Bug vorbeidüsen. Wir legen uns also um und verbringen noch ein paar entspannte Tage hier, bevor es wieder zurück nach Korfu-Stadt geht.

2 Kommentare
  1. Silvi
    Silvi sagte:

    Soll ich mal wieder zum Schrubben vorbeikommen?
    Wann plant ihr die Überfahrt?
    Vielleicht geht sich ja vorher noch ein verlängertes Wochenende aus…
    Aber einmal mehr danke für die tollen und lebhaften Eindrücke!!!

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