Moritz aboard – Korfu, Paxos und das griechische Festland
20. August 2025 | Korfu Stadt
Nach ein paar entspannten Tagen in Agios Stefanos, geht es wieder zurück nach Korfu-Stadt. Morgen kommt Moritz an Bord, und wir müssen noch ein wenig klar Schiff machen. Für alle, die Moritz noch nicht kennen – er ist unser Neffe und mittlerweile, zumindest in den Ferien, Teil der Eleanor-Stamm-Crew.
Erster Stopp ist die Lidl-Bucht – hier verproviantieren wir uns noch einmal mit griechischem Joghurt und Erdnussbutter-Keksen. Dann geht es weiter in die Stadtbucht. Wir waschen Wäsche, holen Wasser und räumen unsere Heckkoje um, damit unser Gast Platz hat.
23. August 2025 | Korfu Stadt -> Messonghi -> Notos
Am Donnerstagabend machen wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum Flughafen. Dieser ist praktischerweise nur 15 Gehminuten entfernt. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Stopp in einer Souvlakeria und kämpfen uns dann per Dinghy zurück zur Eleanor.
Leider hat der Wind auf Südost gedreht und in der Bucht steht ein halber Meter Schwell. Zum Glück ist Moritz schon ziemlich seefest, und ihm macht das Geschaukel nur wenig aus. Dennoch – erholsam schlafen geht anders.
Am nächsten Tag harren wir an Bord aus, bis der Schwell nachgelassen hat und wir einigermaßen trocken per Dinghy an Land können. Wir erkunden die Stadt und gönnen uns – als kleine Entschädigung für die nächtlichen Strapazen – leckere Loukoumades.
Am Samstag holen wir ein letztes Mal Wasser, und ich besorge noch ein paar Liter Sprit fürs Dinghy. Dann legen wir ab – Kurs Süd. Unser erster Stopp ist Messonghi. Wir gehen eine Runde schwimmen, auch Tobi (!), und anschließend an Land zu Bo the Butcher, einem kleinen Grill-Imbiss. Hier lassen wir uns leckeres Gyros im Pita als frühes Abendessen schmecken und nutzen danach den verbleibenden Wind, um nach Notos zu kommen, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.
24. August 2025 | Notos -> Arillas
Da der Wind erst für nachmittags angesagt ist, starten wir unseren Tag mit einer SUP- und Schnorchel-Runde. Wir erkunden die kleine Ruine einer Kapelle, die nicht weit von unserem Boot entfernt auf ein paar Felsen im Wasser steht. Anschließend verlassen wir Notos und lassen uns von unserer ausgebaumten Genua Richtung Süden ziehen. Unser Ziel ist eine kleine Bucht südlich von Arillas. Der Wind hat auf den letzten Meilen noch einmal ordentlich zugelegt und weht mit 15 kn in die Bucht. Es wird ein herausforderndes Ankermanöver, vor allem für Tobi, der am Steuer steht.
Hier in Arillas liegen wir direkt neben einer wunderschönen Riffkante, die Moritz und ich schnorchelnd erkunden. Wir sehen eine Vielzahl an unterschiedlichen Fischen, die gerade die Felsen nach Frühstück absuchen. Anschließend nutzen wir unseren Spibaum, mit dem wir gestern die Genua ausgebaumt haben, um eine Seil-Schaukel zu konstruieren.
25. August 2025 | Arillas -> Two Rock Bay
Langsam bekommen unsere Tage einen Rhythmus, nämlich den des Windes. Da dieser meist erst gegen 14:00 Uhr einsetzt, schlafen wir aus, frühstücken gemütlich und verbringen die Zeit mit Schwimmen, Paddeln und Schnorcheln.
Unser nächstes Ziel ist die Two Rock Bay. Wieder lassen wir uns vor dem Wind nach Süden treiben – ein angenehmer Kurs, auch wenn am Ende die Welle Eleanor ganz schön ins Rollen bringt.
26. August 2025 | Two Rock Bay -> Parga
Am nächsten Tag ist bereits für mittags ausreichend Wind vorhergesagt. So machen wir vormittags nur eine kleine Runde mit dem Dinghy, um die felsige Küste der Two Rock Bay mit ihren vielen Höhlen zu erkunden. Anschließend legen wir los.
Nachdem wir nun drei Tage nach Süden gefahren sind, müssen wir zurück nach Norden. Das heißt aufkreuzen – wieder mal. Aber Wind und Welle meinen es gut mit uns, und so wird es dennoch ein schöner Schlag, der uns nach Parga bringt.
Den Nachmittag über beobachten wir das Treiben im Ankerfeld. Regelmäßig ziehen Speedboote an uns vorbei, die entweder Reifen, Bananen oder Parasailer hinter sich herziehen. Ein besonders wildes Water-Toy: der Flying Fish. Er hebt sogar ab – wenn das ziehende Boot schnell genug beschleunigt und der Wind darunter kommt.
Abends erkunden wir die Stadt. Sie ist ziemlich bergig und sehr touristisch, aber dennoch wunderschön gelegen. In der Dunkelheit machen wir uns mit Stirnlampen bewaffnet wieder auf den Weg zurück zu Eleanor.
27. August 2025 | Parga -> Lakka
Am nächsten Tag bringt uns der bisher sportlichste Schlag, seit Moritz an Bord ist, nach Lakka: 22 sm hart am Wind mit teils 80 cm Welle. Nach 4,5 Stunden erreichen wir endlich unser Ziel.
Als wir Lakka erreichen, ist die Bucht knallvoll – wohin man sieht, Masten und Ankerketten. Wir zwängen uns irgendwie dazwischen und verlegen uns am nächsten Vormittag ganz in den Süden der Bucht, mit Landleine an einen Felsstrand.
In Lakka werden wir erstmal ein paar Tage entspannen, bevor wir von hier aus – sobald das Wetter passt – Richtung Sizilien aufbrechen wollen.
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Sehr cooler Blogeintrag! Danke das ich kommen durfte, wahr eine sehr schöne Zeit Anbord
Lieber Moritz, sehr sehr gerne… Du bist jederzeit wieder herzlich willkommen! Außerdem müssen wir ja noch deine 1000 Seemeilen vollbringen! 💪