Hoch hinaus

8. Februar 2026

Als wir in Sizilien angekommen sind, haben wir uns, der Einfachheit halber, einen Mietwagen genommen. Zum einen, weil wir mal wieder viel Gepäck dabeihatten, zum anderen, weil wir spät angekommen sind und ein wenig Bedenken hatten, ob das mit dem letzten Bus alles funktionieren würde. Außerdem, 64 € für eine Woche Mietwagen, das kann man schon mal machen.

Nach einer Woche muss unser Fiat Panda wieder zurück zum Flughafen, und wir verbinden das Ganze kurzerhand mit einem Ausflug. Diesmal geht es hoch hinaus, nämlich zum Ätna.

Mit rund 3.300 Metern ist der Ätna der höchste aktive Vulkan Europas. Er ist fast ständig in Bewegung, mit regelmäßigen Eruptionen, Lavaflüssen und Aschewolken, die die Landschaft immer wieder verändern. Gleichzeitig macht genau diese Aktivität die Region so fruchtbar. Der mineralreiche Vulkanboden sorgt dafür, dass hier hervorragend Zitrusfrüchte, Pistazien und Wein gedeihen.

Unser Weg führt uns zunächst die Küste entlang bis nach Catania, von dort geht es weiter in den kleinen Ort Nicolosi am Fuße des Vulkans. Rechts und links ist die Straße gesäumt von Orangen- und Zitronenplantagen, deren Bäume voll mit Früchten sind.

Ab Nicolosi wird es dann winterlich. Die Passstraße schlängelt sich langsam nach oben, und schon bald fahren wir an den ersten schneebedeckten Lavafeldern vorbei. Schon irgendwie spannend, eben noch im Sonnenschein durch Orangenhaine gefahren und jetzt türmen sich 1,5 bis 2 Meter Schnee am Straßenrand.

Wir halten ein paarmal an und genießen die Ausblicke. Leider kommen wir nicht ganz bis zur Passhöhe. Es ist Sonntag, und wir sind nicht die Einzigen, die Lust auf einen Ausflug haben. Es ist extrem viel los, und der Fahr- und Parkstil der Italiener kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Also beschließen wir umzudrehen und uns stattdessen Catania noch ein wenig anzusehen, bevor wir abends am Flughafen den Mietwagen zurückgeben und mit dem Bus eine sehr lange und anstrengende Rückreise nach Marina di Ragusa antreten.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert