The never ending ToDo-List
19. April 2026
Fast drei Monate sind wir nun hier in Marina di Ragusa, und es war nicht alles nur viva la Vida, sondern wir hatten auch wieder eine sehr lange To-do-Liste.
Diese Liste hat mittlerweile eine kleine Evolution hinter sich. Unser an die Klotür geklebter, handgeschriebener Zettel, den wir in unserem ersten Winterlager in Ägina genutzt haben, hat sich im nächsten Winter in eine Excel-Tabelle und nun in ein Onlinetool (Zenkit) weiterentwickelt.
Jeden Samstagmorgen haben wir Projektbesprechung. Wir sitzen mit Kaffee und Handy bewaffnet, je nach Wetter im Salon oder im Cockpit, und planen unsere darauffolgende Woche.
Und dann legen wir los…
Wir schleifen und lackieren den Anker neu, damit er nicht nur funktioniert, sondern auch wieder gut aussieht. Wir reparieren die Küchenzeile, die sich irgendwann entschieden hat, nicht mehr ganz so stabil zu sein, als ich mich daran festgehalten habe (vielleicht bin ich aber auch einfach zu stark ;-)). Die Cupholder am Cockpittisch bekommen ein Update, weil auch Kleinigkeiten irgendwann nerven, wenn sie nicht mehr schön aussehen. Die Cockpitpolster bekommen eine Handwäsche, und auch der Teppichboden unter Deck bekommt ein bisschen schweißtreibende Zuneigung.
Tobi kümmert sich um den Motor und macht den Ölwechsel. Wir pumpen den Dieseltank leer, und den alten Diesel bekommt unsere Standheizung, die wir bis Ostern noch gut brauchen können. Im Bad zieht eine neue Klobrille ein, und die Trennwand zwischen Waschbecken und Dusche bekommt eine neue Silikonfuge.
Wir inspizieren die Wassertanks. Tobi versucht sich als Chemiker und stellt selbst Chlordioxid her, mit dem wir die Wassertanks dann behandeln.
In der Bugkabine verkleben wir die Wandverkleidung neu und nutzen die Gunst der Stunde, um alle Fächer unter unserem Bett zu inspizieren. Zum Glück alles trocken.
Aber auch bei uns ist es so: Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Und so genießen wir natürlich auch die angenehmen Dinge einer sizilianischen Kleinstadt. Pizza, Eis, Burger, eine tolle Strandpromenade zum Joggen, frisches Obst, Gemüse, Nüsse und Antipasti vom Wochenmarkt.
So gehen zack drei Monate ins Land. Der Kellner im Burgerladen weiß mittlerweile, bevor wir bestellen, was wir nehmen, und quittiert dies mit „as always“. Auch der Obsthändler nickt uns wie alten Bekannten zu, wenn wir dienstags morgens unsere Äpfel, Birnen und Tomaten in unsere mitgebrachten Netze statt in seine Plastiktüten packen.
Und dann rückt der Abreisetag näher – schneller, als uns eigentlich lieb ist.
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As always 😊
Die Bilder ❤️ Limbo 👍 Tobi, der Bart steht dir 👏
Danke ☺️
Ja leider 🙄