Sardiniens Südküste | Von Cagliari bis Capo di Pula
12. Mai 2026
Poetto – Capo di Pula
Auch wenn wir in Poetto gut liegen, zieht es uns dennoch weiter. Das Wetter ist immer noch etwas widerspenstig und wir möchten uns zeitnah in Carloforte positionieren, damit wir, falls sich ein Wetterfenster auftut, dieses auch nutzen können, um nach Menorca zu kommen.
Bis Carloforte liegen noch einige schöne Buchten auf dem Weg und außerdem ist für die nächste Woche eher Westwind bzw. kein Wind angesagt. Wir beschließen also, die ersten 15 der gut 50 sm hinter uns zu bringen.
Unser Weg führt uns quer durch die Bucht von Cagliari, vorbei an einer riesigen Raffinerie, vor der zahlreiche Tanker auf Reede liegen, bis ans Capo di Pula. Es ist ein schöner Schlag, auch wenn der böige Wind uns mehrmals zu Segelwechseln zwingt.
Nach drei Stunden fällt der Anker in der Bucht östlich des Kaps, deren Eingang mit zwei Wehrtürmen markiert ist. Das Ankermanöver klappt problemlos und kurze Zeit später genießen wir im Cockpit sitzend den Ausblick auf das Kap mit seinem Turm.
Die nächsten Tage sitzen wir den Westwind aus, der zeitweise mit über 30 kt über uns hinwegbläst, und erkunden bei ein paar Landgängen ein wenig die Umgebung. Die Ruinen von Nora sparen wir uns, auch wenn es sich um eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Sardiniens handelt. Wir haben in Griechenland die letzten zwei Jahre genug alte Steine gesehen.
Stattdessen machen wir eine kleine Wanderung zum nordöstlichen Ende der Bucht, spazieren in den nahegelegenen Ort Pula und ich ziehe einige Male per SUP meine Kreise durch die Bucht. So vergehen die Tage und irgendwann dreht der Wind tatsächlich wieder ein bisschen mehr auf Nord, sodass wir uns an die 15 sm bis zur nächsten Bucht wagen können.




















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