Sardiniens Südküste | Capo di Pula nach Capo Malfantano
17. Mai 2026
Von Capo di Pula brechen wir am Sonntagnachmittag zu einem kleinen Sunset-Sail Richtung auf. Der Wind ist günstig und so hangeln wir uns zum nächsten Kap (Capo Spartivento). Es wird sportlich, da der Wind recht böig und unstet ist, müssen wir mehrmals die Segel wechseln und unseren ursprünglichen Plan, westlich vom Kap vor Anker zu gehen, verwerfen.
Die Dämmerung holt uns zu schnell ein und bei Dunkelheit in eine uns unbekannte Bucht einzulaufen vermeiden wir üblicherweise. So fällt der Anker östlich des Capo Spartivento. Vorteil: Wir können beim Ankerbier noch ganz entspannt den Sonnenuntergang genießen, auch wenn es für Mitte Mai schon wieder echt frisch ist.
Kurz nach uns kommt ein weiteres Boot in die Bucht und ankert etwa 100m neben uns. Auch die beiden Italiener setzen sich für einen Sundowner ins Cockpit und kurz darauf ruft einer der beiden zu uns herüber, ob wir Knoblauch hätten.
Ja – haben wir! Er kommt mit seinem Dinghy herübergepaddelt, und im Tausch gegen Knoblauch bekommen wir ein großes Glas sardischen Rotwein, der sogar Tobi schmeckt.
Wir quatschen ein bisschen über Wind und Wetter und die Schönheit der sardischen Südküste. Der Nachbar, selbst Sarde, bestätigt mir, dass es schon lange nicht mehr so nass und kalt im Frühjahr war wie dieses Jahr. Aber das werde sich bald ändern, und dann würde man sich dieses Wetter zurückwünschen.
Na gut – bis dahin gehe ich mal unter Deck, denn mir ist schon wieder echt kalt.
Am nächsten Morgen bringt uns eine einstündige Motorfahrt ans Capo Malfatano. Beim Runden des Capo Spartivento passieren wir den recht imposanten Leuchtturm. Wie wir später herausfinden, befindet sich in dem Leuchtturm ein 5-Sterne-Hotel. Nice!
Der Anker fällt unterhalb des Torre di Malfatano, einer der vielen Wehr- bzw. Wachtürme, die hier an der Küste wie Perlen auf einer Kette entlang der Südküste verteilt sind.
Wir verbringen den Tag mit Büroarbeit. Eigentlich war der Plan, abends mit den SUP-Boards an den Strand zu paddeln und von dort aus zum Wehrturm zu wandern. Zehn Minuten im zugigen Cockpit überzeugen uns jedoch davon, dass wir keine Lust haben, mit nassen, kalten Füßen in Flip-Flops spazieren zu gehen.
Wir setzen uns stattdessen unter Deck und spielen eine Runde Karten.
















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