Sardiniens Südküste | Isola Sant‘ Antioco nach Carloforte
22. Mai 2026
Nach drei Tagen verlassen wir Sant’Antioco, um uns auf die nächste Insel, Isola San Pietro, zu verlegen. Der Wind im Kanal zwischen den beiden Inseln ist von der Richtung her sehr unstet, und so zeichnen wir einen schönen GPS-Schlinger-Track auf unsere Karte. Auch schnell sind wir nicht, aber das ist egal, denn es ist schönes Segeln.
Nach knapp 7 Stunden erreichen wir Carloforte und legen hier am Gemeindekai an. Dort kann man für 16€ drei Tage liegen. Für uns perfekt, denn anschließend brauchen wir eh Wasser und müssen in die Marina. Der Anleger liegt zentral und bis in die Stadt sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Die nächsten Tage erledigen wir das, was wir immer so tun, wenn wir nach Wochen vor Anker in einem Hafen festmachen: Einkaufen, waschen, tanken. Aber wir nehmen uns natürlich auch ausgiebig Zeit, die Stadt zu erkunden.
Carloforte ist bekannt für seinen Thunfisch, der hier nach traditionellen Methoden gefangen und verarbeitet wird. An jeder Ecke gibt es Dosenthunfisch zu Premiumpreisen zu kaufen. Auch wir probieren beim Essen zweimal ein Thunfischgericht, sind aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugt. Eineinhalb Esslöffel Thunfischtatar mit trockenem Brot für 22€ – da bleiben wir lieber bei Pizza und Burger. Da können wir es auch verkraften, dass wir für das alljährliche Thunfischfest (Girotonno) eine Woche zu früh dran sind.
Ansonsten gefällt uns Carloforte sehr gut. Es ist ein netter kleiner Ort, an dem man es durchaus mal ein paar Tage aushalten kann.
Bevor es für uns weitergeht, verlegen wir uns am nächsten Tag noch für eine Nacht in die Marina, um Eleanor zu waschen, Wasser zu bunkern und unseren Dieseltank noch einmal aufzufüllen. Wir hoffen im Laufe der nächsten 10 Tage auf ein günstiges Wetterfenster für unsere Überfahrt nach Mallorca.
Bis dahin erkunden wir noch die Buchten von San Pietro, und weil das vielleicht die letzte Gelegenheit ist, lassen wir uns nach getaner Arbeit am Abend noch eine – vielleicht die letzte – italienische Pizza auf der Kaimauer sitzend schmecken. Leider bei Weitem nicht die beste Pizza, die wir je hatten – aber gut, vielleicht haben wir uns mittlerweile einfach ein bisschen an Pizza sattgegessen. Mmh – ja, wahrscheinlich aber eher nicht.



































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