Mallorca | Ostküste | Cala Figuera nach Playa des Trenc
10. Juli 2026
Von Cala Rajada aus geht es für uns weiter nach Süden. Wir haben in Cala Figuera einen Platz im Hafen reserviert, um Wasser zu bunkern. Ein paar Tage vor unserer geplanten Anreise bekomme ich einen Anruf vom Hafenmeister. Aufgrund der Festlichkeiten zu Ehren der heiligen Carmen findet an unserem Ankunftstag abends eine Party statt, die bis in die frühen Morgenstunden gehen wird.
Wir könnten kostenlos stornieren, denn die Feier findet nur 20 Meter von unserem Liegeplatz entfernt statt. Well, a little party never killed nobody. Wir bleiben bei unserem Plan und fahren trotzdem nach Cala Figuera – und feiern einfach mit.
Cala Figuera ist ein Naturhafen, der in einer Y-förmigen Bucht liegt und von kleinen Fischerhäusern gesäumt wird. Die Einfahrt ist von hohen Felsklippen umgeben, und durch die Bucht und den Hafen zieht sich ein kleiner Spazierweg, der immer wieder schöne Blicke auf den Ort und die Fischerboote freigibt.
Alles in allem ein idyllischer Ort – wären da nicht die vielen Ausflugsboote, die ihre Runden durch die Bucht drehen. Wir nutzen die Zeit kurz vor Sonnenuntergang für einen kleinen Spaziergang und empfinden den Ort fast als verschlafen, bis um 21:00 Uhr das WM-Spiel Spanien gegen Belgien beim Public Viewing auf dem Hauptplatz in voller Lautstärke gezeigt wird und anschließend die Party startet.
Was uns aber tatsächlich wachhält, ist der Schwell, der durch den Ostwind in den Hafen rollt. Man liegt hier nämlich nicht hinter dem Wellenbrecher, sondern davor. Das hätte uns mal jemand sagen sollen.
11. Juli 2026
Der Ostwind hat über Nacht immer weiter zugenommen und ab 10:00 Uhr ist der Schwell im Hafen nicht mehr zu ertragen. Es ist so schlimm, dass wir sogar ohne Frühstück ablegen.
Bereits am Ausgang der Bucht stellen wir fest: Das war ein Fehler! 1,5 Meter hohe Wellen rollen auf uns zu und wir wissen schon jetzt, diese Fahrt wird alles andere als magenschonend. Nun gut… Genua raus, Motor aus, einen Kurs finden, den wir bei der blöden Kombi wenig Wind von achtern und viel Welle einigermaßen steuern können – und dann Frühstück!
So schlagen wir uns Richtung Cabo de las Salinas und dann weiter zur Playa des Trenc, einem 5 km langen Sandstrand mit viel Platz zum Ankern. Eigentlich… Denn wir schaffen es trotzdem zweimal umankern zu müssen, da beim ersten Mal der Anker nicht hält und wir beim zweiten Mal einem Katamaran zu nahekommen.
Hier fällt uns auch zum ersten Mal auf, wie viel Dreck, vor allem Plastik, hier im Meer schwimmt. Es ist wirklich erschreckend!
Am Abend bekommen wir Besuch von zwei lokalen Fischern, bei denen wir einen Drachenkopffisch kaufen. Tobi ist anfänglich etwas skeptisch, weil die Stacheln an den Seiten-, Rücken- und Afterflossen giftig sind. Aber die essen wir ja nicht.
Der Fisch schmeckt super – und hurra (!), wir leben noch!






















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