Valencia | Zurück an Bord
03. September 2026
Seit ein paar Tagen sind wir wieder zurück an Bord und es war ein holpriger Start.
Unser Kühlschrank hat nun vollends den Geist aufgegeben und verweigert den Dienst gänzlich. Wir sind im Hafen von Valencia, in der Marina Valencia Mar und trotzdem am Arsch der Welt. Die nächste Bushaltestelle 30 Minuten zu Fuß, der nächste Supermarkt 45. Es hat 35 °C und der Kühlschrank geht nicht.
Yes, I love my life! 🙄
Anyway – wir tun, was wir immer tun – wir managen. Eine weitere Kühlschrankreparatur wird es nicht geben, wir haben in dieses Ding schon zu viel Geld gesteckt. Im Winter kommt ein neuer her. Bis dahin muss es eine 12V-Kühlbox tun. Die bestellen wir bei Decathlon. Lieferzeit 5–7 Tage. Nun gut.
Das Lebensmittellversorgungsproblem lösen wir mit einer Bestellung bei Mercadona. Für 8,20 € liefert uns ein netter Fahrer in einem grünen Mini-Truck alles, was wir in der nächsten Zeit so brauchen und nicht gekühlt werden muss.
Da wir alleine bis zur Schranke am Hafeneingang fast 1 km laufen müssen und diese Schranke am Wochenende geschlossen ist, nehmen wir unser Dinghy. Wir liegen längsseits am Steg, so können wir unsere ganzen Einkäufe easy über das Heck einladen.
Nachdem wir alle unmittelbaren Probleme gelöst haben, machen wir uns zu Fuß (30 Min.) und per Bus (45 Min.) auf in die Innenstadt von Valencia und sind begeistert. Nicht zu groß, mit interessanter Architektur und irgendwie ein bisschen hip und alternativ. Genau so mögen wir das.
Wir erkunden die Altstadt, bummeln dann durch die zahlreichen Craft-Beer-Kneipen und schon bald ist auch das Leben wieder unser Freund… 😉
10. September 2026
Ein passendes Wetterfenster für unsere Rückkehr auf die Balearen lässt weiterhin auf sich warten. Wir verlegen uns deshalb von Valencia Mar im Süden des Industriehafens nach Marina Port Valencia im Norden. Wir haben in Valencia eh noch eine Sache zu erledigen. Ich muss mein neues SUP-Board von der Post abholen. Die ursprüngliche Idee, es nach Valencia Mar liefern zu lassen, hat leider aufgrund einer Adressverwechslung nicht funktioniert und so wurde es an einer Abholstation hinterlegt. Diese liegt nur 10 Minuten entfernt von unserem Liegeplatz.
Auch sonst gefällt uns die Lage hier gut. Zentraler und nicht ganz so ab vom Schuss wie Valencia Mar. Das hat aber auch seine Schattenseiten. Wir liegen direkt auf der Rückseite der Strandpromenade, Luftlinie 80 Meter von drei Beach-Clubs entfernt, die 7 Tage die Woche bis in die frühen Morgenstunden den ganzen Hafen mit lauten Beats beschallen. Versteht uns nicht falsch, wir sind noch keine 80, aber um 03:00 Uhr morgens hätten wir dann schon langsam gern ein bisschen Ruhe. Well, you can’t have it all … Right?!
Von unserem Liegeplatz aus haben wir auch Ausblick auf eine Schwenkbrücke, die den südlichen Teil der Marina mit dem nördlichen verbindet. Eine kleine Google-Recherche hat ergeben, dass diese Brücke Teil der von 2008–2012 genutzten Formel-1-Strecke war, die direkt durch den Hafen und die Stadt verlief. Am Samstagmorgen nehmen wir uns ein Valenbisi (das spanische Pendant zum deutschen Stadtrad), um den 5,4 km langen Rundkurs einmal abzufahren und nach Spuren von Valencias glorreicher F1-Zeit zu suchen. Wir werden fündig. Leider ist die Brücke außer für Marina-Verkehr geschlossen und so werden es für uns ein paar Kilometer mehr, da wir den Loop nicht schließen können.
Anschließend radelnd wir noch ein wenig im Jardín del Turia, eine ca. 9 km lange Parkanlage, die sich durch die gesamte Stadt zieht und in den 1980er-Jahren im trockengelegten und umgeleiteten Bett des Flusses Turia angelegt wurde. Der Park beherbergt unter anderem die Ciudad de las Artes y las Ciencias (Stadt der Künste und Wissenschaften), die vor allem wegen ihrer futuristisch anmutenden Architektur bekannt ist.
Am Abend erkunden wir noch ein wenig die Kneipenkultur im Stadtteil El Cabanyal und lassen unsere Zeit in Valencia gemütlich ausklingen, denn am Montag öffnet sich endlich unser lange erwartetes Wetterfenster.
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Hey ihr beiden,
das sieht gut aus. Und die Kühlbox wie gemacht für euer Boot 😉 Ich glaube, jetzt will ich auch mal nach Valencia. Danke für die Einblicke!
Liebe Grüße