Sommer, Sonne, Schwell | Von Ibiza über Formentera nach Valencia
Und auch diesen Sommer bekommen wir wieder Besuch von unserem treuesten Crew-Mitglied: Moritz.
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Und auch diesen Sommer bekommen wir wieder Besuch von unserem treuesten Crew-Mitglied: Moritz.
Wir bekommen Besuch aus den USA. Unser ehemaliger Arbeitskollege und Freund Andy wird uns bis nach Ibiza begleiten. Wir starten in Palma mit einer Stadtführung und verlegen uns dann nach Santa Ponça. Ein perfekter Ort, um badend mit einem kühlen Bier in der Hand auf den passenden Wind für die Überfahrt nach Ibiza zu warten.
Nach einer durchfeierten und einer weiteren durchgeschwankten Nacht, in der wir nur zwei Stunden geschlafen haben und das nicht am Stück, beschließen wir, dass wir hier nicht bleiben können. Der Südwestwind schiebt heftigen Schwell an den Strand. Blöderweise hat auch der Wind so gedreht, dass wir quer zur Welle liegen.
Hier am Strand von Es Trenc ist es uns ein wenig zu dreckig. Wind und Strömung treiben regelmäßig kleine Plastikmüll-Teppiche an unserem Boot vorbei und irgendwie macht Baden da keinen Spaß. Außerdem steht der Wind günstig, um weiter in die Bucht von Palma zu kommen.
Von Cala Rajada aus geht es für uns weiter nach Süden. Wir haben in Cala Figuera einen Platz im Hafen reserviert, um Wasser zu bunkern. Ein paar Tage vor unserer geplanten Anreise bekomme ich einen Anruf vom Hafenmeister. Aufgrund der Festlichkeiten zu Ehren der heiligen Carmen findet an unserem Ankunftstag abends eine Party statt, die bis in die frühen Morgenstunden gehen wird.
Nach dem starken Nordwind der letzten Tage ist das Wetter nun perfekt für unsere Überfahrt nach Mallorca. Die knapp 25 sm legen wir in 4,5 Stunden zurück. Sehr nice auf Halbwindkurs – leider mit etwas zu wenig Wind und noch ein bisschen viel Welle. Aber wir hatten bereits deutlich schlechtere Bedingungen.
Starker Wind aus Nord mit über 30 kn Wind ist für die nächsten Tage vorhergesagt und so brauchen wir ein geschütztes Plätzchen. Wir entscheiden uns für die Cala Son Saura im Süden von Menorca. Sandiger Grund, viel Platz und nach Norden geschützt – so mögen wir das.
Wir erreichen Ciutadella auf der Westseite von Menorca. Die knapp 10 sm hierher legen wir unter Motor zurück und genießen wieder einmal die herrlichen Ausblicke auf die Nordküste von Menorca. Die Ansteuerung ist spannend, da die Ports IB Marina ganz am Ende der langgezogenen Bucht liegt. Leider kommt hier auch wenig Wind an und es ist heiß – brutal heiß. Wir erledigen tagsüber nur die nötigsten Dinge und beschränken unsere Aktivitäten auf abendliche Spaziergänge.
Unser Start, die Nordküste zu erkunden, beginnt holprig. Nach einem kurzen und entspannten Schlag, bei dem wir die tolle Steilküste langsam an uns vorbeiziehen lassen, laufen wir die Cala Pregonda an. Hier erfahren wir dann zum ersten Mal das, was uns im Winterlager in Marina di Ragusa so viele, die aus dem Westen kamen, prophezeit haben: Es ist voll!
Unser erster Stopp an der Ostküste Menorcas ist Es Grau, ein kleiner Ort, der vor allem bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel ist.
